D1: Glanzloser Sieg
Am dritten Spieltag der Qualifikationsrunde zur Kreisliga waren die D1 Adler im Frankfurter Gallusviertel bei der SG 1928 Frankfurt zu Gast. Treffpunkt, Warmmachen, Stimmung alles lief wie gewohnt nach Plan. Das Ziel war klar: ohne Gegentor bleiben und weiter an der beeindruckenden Tordifferenz feilen.
Doch bereits vor dem Anpfiff gab es erste Irritationen: Der Unparteiische ließ auf sich warten. Erst mit einer halbstündigen Verspätung wurde die Partie angepfiffen, eine Unterbrechung, die den Rhythmus der Adler sichtbar störte.
Erste Halbzeit: Unkonzentriert und fehlerbehaftet
Von Beginn an wirkten die Adler schläfrig und fehleranfällig im Aufbauspiel. Was noch im Training reibungslos funktionierte, wollte heute nicht gelingen. Die Körpersprache ließ zu wünschen übrig, der Gegner wurde unterschätzt. Trotzdem gelang durch einen Standard die frühe Führung. Doch nur wenig später fiel durch eine unnötige Aktion in der Abwehrreihe das erste Gegentor in dieser Qualifikation. Die SG 1928 schöpfte daraus neue Energie und warf sich in jeden Ball. Unsere Adler wirkten ideenlos, kamen jedoch zur Pause durch Einzelaktionen und individuelle Klasse zu einer 3:1-Führung. Trainer und Team wussten: Das war alles andere als überzeugend.
Zweite Halbzeit: Dominanz ohne Konsequenz
Nach der Halbzeitpause präsentierten sich die Adler wacher und spielbestimmend. Sie dominierten Ball und Gegner, ließen die SG kaum noch zur Entfaltung kommen. Einziger Kritikpunkt: die Chancenverwertung. Im Minutentakt wurden Möglichkeiten herausgespielt, doch die nötige Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor fehlte. Am Ende standen zwar vier weitere Treffer zu Buche, die das Ergebnis auf 7:1 stellten, doch die Art und Weise hinterließ einen faden Beigeschmack. Ein klarer, ungefährdeter Sieg, aber kein spielerischer Glanzpunkt.
Fazit
Die D1 Adler gewinnen auch ihr drittes Spiel souverän und bleiben mit nun 52 Toren in drei Spielen eine echte Offensivmaschine. Dennoch: Hinter der glänzenden Statistik steckt deutlich mehr Potenzial, als aktuell auf den Platz gebracht wird. Defensiv: Das erste Gegentor war unnötig, Konzentration und Konsequenz müssen gesteigert werden. Offensiv: 7 Tore sind eigentlich zu wenig bei der Vielzahl an Chancen, hier muss das Team noch abgezockter werden. Gesamt: Der Trainer erwartet zu Recht mehr. Wer im Training so stark auftritt, muss dies auch am Spieltag abrufen.
Die Marschroute für die kommenden Spiele ist klar: taktische Disziplin steigern, Chancen konsequenter nutzen und das volle Potenzial abrufen. Denn eines ist sicher in diesen Adlern steckt noch viel mehr.
Eingesetzt wurden (in alphabetischer Reihenfolge, Tore in Klammern: David (2), Diego, Janni (TW), Joel, Lasse (1), Levi, Lukas (1) , Maxime (2), Milan, Nikolai (1), Paul, Paulo, Ruben – Trainer: Mauro





