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D1: Adler auf der Brust

Am Sonntag, den 21. September 2025, stand für unsere D1 Adler ein wichtiges Auswärtsspiel bei Makkabi Frankfurt auf dem Programm. Es geht weiterhin um die Qualifikation für die Kreisliga, doch das, was sich an diesem Nachmittag auf der Bertramswiese abspielte, ging weit über ein normales Fußballspiel hinaus.

Vor dem Anpfiff: Ein kalter Empfang

Schon bei der Ankunft war spürbar: Willkommen sind wir nicht. Kein freundliches Wort, kein respektvoller Handschlag, sondern eine kühle Atmosphäre, die mehr verriet als tausend Gesten. Dazu gesellte sich das ungemütliche Wetter, Kälte und Regen. Die Luft war aufgeladen.

Doch es war nicht nur das Wetter, das fröstelte. Als die Jungs sich aufwärmen wollten, kam der Schiedsrichter-Pate ins Spiel. Anstatt seiner Rolle als ruhiger Begleiter gerecht zu werden, vertrieb er Elternteile von unserer Mannschaft, die lediglich Schutz vor Regen gesucht hatten, und setzte sich dann demonstrativ auf unsere Auswechselbank. Ein Pate, der erziehen und unterstützen soll, wurde zu einem weiteren Störfaktor, noch bevor der Ball überhaupt rollte.

Dazu ein Schiedsrichter, der erst sein drittes Spiel leitete. Eine Ansetzung, die der HFV an dieser Stelle hinterfragen muss, denn für ein solches Spiel, in dieser Stimmung, braucht es Souveränität und Erfahrung.

Trotz all dieser Nebenschauplätze blieb unser Trainer bei seiner Botschaft:

„Fokus, Ruhe, Konzentration – lasst euch nicht provozieren.“

Und unsere Adler hörten.

Erste Halbzeit: Früher Rückstand, große Moral

Pünktlich standen wir bereit. Pünktlichkeit, Disziplin, Vorbereitung, Werte, die wir leben. Der Gastgeber hingegen ließ sich Zeit. Erst Minuten nach Spielbeginn stand Makkabi bereit und stimmte sich lautstark ein. Eine Philosophie die wir umkommentiert lassen.

Von Beginn an drückten die Hausherren, pressten aggressiv, suchten die schnelle Entscheidung. Sie belohnten sich mit einer frühen Führung verstärkt durch Spieler ihrer eigenen D1 (Gruppenliga), da die D2 offenbar an diesem Spieltag zufälligerweise nicht genügend Spieler stellen konnte.

Doch unsere Adler kennen Rückschläge. Sie wissen, dass man im Fußball Charakter zeigen muss, wenn man zurückliegt. Nach knapp zehn Minuten fanden sie ins Spiel, steigerten sich, kämpften sich in die Partie. Mit Herz, Wille und Teamgeist drehten sie das Spiel. Zwei schöne Tore sorgten für die verdiente 2:1-Führung.

Es waren nicht nur Tore, es war eine Botschaft: Wir lassen uns nicht unterkriegen auch wenn man heute mehr Gegner als nur die gegnerische Mannschaft hatte.

Zweite Halbzeit: Fehlentscheidungen, Provokationen, Drama

Mit klaren Worten ging es in die Kabine. Wir wollten konzentriert bleiben, die Führung halten, das Spiel für uns entscheiden. Doch diese Rechnung machten wir ohne Schiedsrichter und Schiri-Paten.

Unsere Adler erspielten sich Chancen, verschossen einen Elfmeter und wurden um einen klaren zweiten Handelfmeter gebracht. Eine Ecke, die plötzlich wiederholt werden musste, zerstörte einen gefährlichen Angriff. Entscheidungen, die sich wie rote Fäden durch das Spiel zogen.

Währenddessen wurde die Stimmung rauer. Provokationen von außen, unsportliche Gesten und ständige Diskussionen heizten die Partie auf. Selbst unser Trainer, konnte am heutigen Tage an der Seitenlinie nicht mehr schweigen.

Dann der Knackpunkt: Ein Freistoß, zunächst nicht gegeben, dann plötzlich doch, führte zum 2:2-Ausgleich aus abseitsverdächtiger Position. Es passte ins Bild eines Spiels, das von Entscheidungen abhing, die mit Fairness & Gerechtigkeit wenig zu tun hatten.

Schlusspfiff: 2:2 – und viele offene Fragen

Nach über 60 Minuten endete ein turbulentes Spiel mit einem 2:2. Ein Ergebnis, das wir so nicht wollten, das sich nicht gerecht anfühlt, das wir aber hinnehmen müssen. Makkabi ging enttäuscht vom Platz, denn sie müssen im nächsten Spiel mit vielen Toren nachlegen, um ihre Chance auf die Kreisliga zu wahren. Unsere Germania hingegen bleibt in Wartestellung, mit Stolz und erhobenem Kopf.

Fazit: Mehr als nur Fußball

Der Sonntag auf der Bertramswiese hat uns vieles gezeigt. Fußball ist ein großartiger Sport, voller Leidenschaft und Emotionen. Aber er ist nur dann etwas Wertvolles, wenn er fair bleibt, wenn Respekt herrscht und wenn vor allem das Spiel den Kindern gehört.

Unsere D1 Adler haben trotz aller widrigen Umstände gezeigt, dass sie ein echtes Team sind. Dass sie Haltung bewahren können, auch wenn es schwerfällt. Dass sie mehr sind als eine Ansammlung guter Spieler, sie sind Freunde, sie sind EIN Adler, der seit Jahren auf der Brust getragen wird und uns Stolz und Identität schenkt. Spätestens heute haben wir erfahren: Germania Frankfurt ist wer. Die D1 ist wer. Erfolg ist kein Glück, er ist das Ergebnis von Arbeit, von Herz, von Zusammenhalt.

Und genau das unterscheidet uns von vielen anderen: Wir gehen einen anderen Weg. Wir scouten keine Kinder, wir sortieren niemanden aus, wir holen keine Spieler aus fremden Vereinen, nur um kurzfristig Erfolg zu haben. Wir bauen auf das, was im Kinderfußball wirklich zählt: Vertrauen, Geduld, Respekt und die Freude am Spiel.

Andere Mannschaften versuchen durch Selektion das vermeintlich „beste Team“ zu formen. Doch das beste Team entsteht nicht am Reißbrett, es wächst auf dem Platz, im Training, in Freundschaften und in Momenten wie diesem. Wir sind der Beweis, dass echter Zusammenhalt stärker ist als jede Auswahl. Und deswegen kommen mittlerweile auch Externe um uns zu beobachten oder vielleicht auch fallen/scheitern zu sehen, das uns allerdings nur noch mehr motiviert.

Am Sonntag haben viele vergessen, dass es hier um Kinder geht, um ihre Träume, um ihr Wohl, um ihre Kindheit. Und doch haben unsere Jungs gezeigt, dass sie das Herz am richtigen Fleck haben. Dass sie verstehen, worum es wirklich geht: miteinander zu wachsen, miteinander zu kämpfen, miteinander stark zu sein.

Darauf ist inbesondere der Trainer unendlich stolz. Und genau deshalb gehen wir unseren Weg weiter: Woche für Woche, Tag für Tag, Training für Training.

Eingesetzt wurden (in alphabetischer Reihenfolge, Tore in Klammern: David, Diego, Janni (TW), Joel, Josias, Lasse (2), Levi,  Lukas , Maxime, Milan Miroslav, Nikolai, Paul, Paulo – Trainer: Mauro