D1: Topspiel auf den Mainwasen
Nur eine Woche nach der unvergesslichen Spanienreise stand für die D1-Adler des VfL Germania Frankfurt direkt die nächste große Herausforderung an und was für eine: Spitzenspiel, Heimspiel, volle Mainwasen und unsere Nachbarn aus Oberrad, der unbedingt gewinnen musste, Die Ausgangslage war klar. Germania ging mit vier Punkten Vorsprung in dieses Duell, während Oberrad unter Druck stand, um im Meisterschaftsrennen zu bleiben. Doch wer dachte, die Adler würden sich darauf ausruhen, der irrte gewaltig. Zu präsent waren noch die Eindrücke aus Spanien, zu stark das neu gewonnene Selbstvertrauen, zu gefestigt der Zusammenhalt dieser Mannschaft, die seit fast zwei Jahren auf heimischem Boden ungeschlagen ist.
Schon beim Aufwärmen war zu spüren, dass es kein gewöhnlicher Spieltag werden würde. Zahlreiche Zuschauer säumten die Mainwasen, Eltern, Freunde und Unterstützer waren gekommen, um dieses Topspiel zu sehen. Die Atmosphäre war besonders, gespannt, aber zugleich voller Vorfreude. Mit dem Anpfiff übernahm zunächst die Nervosität das Kommando, doch schnell fanden die Adler in ihr Spiel. Es war beeindruckend zu sehen, mit welcher Ruhe und Klarheit sie die Kontrolle übernahmen. Immer wieder gelang es ihnen, das Spiel aus der Defensive heraus sauber aufzubauen, Zweikämpfe anzunehmen und mit klugen Kombinationen Räume zu öffnen. Oberrad zeigte ebenfalls, warum sie zu den Topteams der Liga gehören. Immer wieder versuchten sie, Nadelstiche zu setzen, kamen zu vereinzelten Abschlüssen, doch entweder war die Defensive zur Stelle oder der Torhüter der Germania präsent und sicher. Mit zunehmender Spielzeit kippte die Partie immer mehr zugunsten der Adler. Es war kein hektisches Spiel, sondern eines, das durch Struktur, Disziplin und Spielfreude geprägt war. Und genau aus einer solchen Situation entstand dann auch die Führung: ein Ballgewinn im Mittelfeld, schnelles Umschalten, präzise Pässe und am Ende ein sauber herausgespielter Treffer, der die Mainwasen zum Jubeln brachte. Mit dieser verdienten Führung ging es in die Halbzeit.
Nach dem Seitenwechsel zeigte Oberrad, dass sie sich noch lange nicht geschlagen geben wollten. Die Umstellungen waren deutlich sichtbar, sie agierten offensiver, risikoreicher, drängten auf den Ausgleich. Doch genau in dieser Phase zeigte sich, wie sehr die Spanienreise dieses Team geprägt hatte. Die Adler blieben ruhig. Sie verloren nicht die Ordnung, ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und fanden immer wieder eigene Lösungen nach vorne. Es entwickelte sich ein echtes Spitzenspiel, intensiv, fair, mit hohem Tempo und vielen sehenswerten Aktionen auf beiden Seiten. Und wie es zu einem Topspiel gehört, machte es Oberrad doch nochmal extrem spannend indem Sie den Ausgleich erzielten! Aber aufgeben war nicht und der entscheidende Unterschied lag an diesem Tag in der Mentalität. Man spürte, dass dieses Team gewachsen war. Dass es gelernt hatte, mit Druck umzugehen. Dass es wusste, wann es kämpfen und wann es spielen muss. Und so kam es, wie es oft kommt, wenn ein Team an sich glaubt: Fünf Minuten vor Schluss öffnete sich eine Lücke. Ein perfekt gespielter Pass in die Tiefe, ein entschlossener Laufweg und eiskalt vollendet zum 2:1. Doch entschieden war noch nichts. Die letzten Minuten wurden zur Bewährungsprobe. Oberrad warf alles nach vorne, versuchte mit aller Kraft, noch einmal zurückzukommen. Jeder Zweikampf wurde geführt, jeder Ball verteidigt, jeder Meter erarbeitet. Und dann ertönte der Abpfiff. Die Freude war riesig. Spieler lagen sich in den Armen, Zuschauer applaudierten, die Erleichterung war überall zu spüren. Es war mehr als nur ein Sieg, es war ein Meilenstein in dieser laufenden Kreisliga Saison.
Mit nun sieben Punkten Vorsprung bei noch vier ausstehenden Spielen haben die Adler einen großen Schritt in Richtung Meisterschaft gemacht. Und dennoch bleibt dieses Team sich treu: ruhig, bescheiden, fokussiert. Denn sie wissen, dass der Weg noch nicht zu Ende ist. Schon am nächsten Spieltag wartet mit Germania Ginnheim ein Gegner, der nicht zu unterschätzen ist, der über Qualität verfügt und jede Unachtsamkeit bestrafen kann. Doch genau diese Haltung macht die Stärke dieser Mannschaft aus: immer im Moment bleiben!





