E1: Es war einmal ein Fußballnetz…
….und das hatte ein Loch.
Hier kommt unser Fußballmärchen zum zweiten Advent:
Es war ein mal vor langer, langer Zeit eine Fußballmannschaft namens Germania Frankfurt. Eine Mannschaft voller leidenschaftlicher, kleinen Adler, die Ihren Sport ungemein liebten. Mit viel Spaß und Freude trafen sich die Adler immer wieder zum gemeinsamen Trainieren. Sie besuchten Jahr für Jahr eine große Anzahl an Turnieren oder Testspielen. Über mehrere Jahre duellierten sich die jungen Adler mit ganz großen internationalen Namen und so wurden neben vielen Pokalen auch ganz viele tolle Erfahrungen und Erlebnisse in den verschiedensten Bereichen gesammelt.
Eines Tages stand ein Ausflug nach Dreieich Sprendlingen an. Ein klitzekleines Turnier mit 6 Mannschaften stand für die Jungadler von den Mainwasen auf dem Programm. Gut gelaunt und voller Frohsinn war das Adler Team bereit für Ihr erstes Hallenturnier dieser Saison, wo bereits mehrere Mannschaften beim Aufwärmen auf rutschigem Boden hin und her schlitterten. Voller Mut stürzten sich die Adler in die ersten Spiele und alle waren glücklich und zufrieden als zwei Spiele und zwei Siege eingefahren werden konnten! Die Mannschaft freute sich und erntete wieder viel Lob und Anerkennung von anderen Mannschaften für ihr gewohnt tolles, gut erzogenes Auftreten!
Aber dann passierte das, womit keiner mehr gerechnet hatte. Der Halbfinalgegner sollte aus dem Spiel Egelsbach gg. Hessen Dreieich ermittelt werden, allerdings kam alles ganz anders! Die Turnierleitung änderte den Spielplan, so dass der Halbfinalgegner der Gastgebende Verein FV Sprendlingen war. Für die Jungadler war das natürlich kein Problem…dachte man! Denn was die Adler nicht wussten: Das Tor auf was sie spielen sollten war „verhext“…. Bzw. „vernetzt“(oder auch nicht).
Alles schien nach Plan zu laufen, bis der Gegner die Führung erzielte! Ein Gegentor von dem sich die Adler nicht zurück schrecken ließen! Dann, 3 Minuten vor dem Schlusspfiff, landete ein toller Distanzschuss mitten im TOR – dachte man. Denn auf einmal ging alles ganz schnell! Das gelbe Männlein (Schiedsrichter) pfiff das Tor – Die Turnierleitung erhöhte auf 2:0, hää? Wenn schon 1:1 – und dann passierte zum Entsetzen der Adlerwelt folgendes: ABSTOß! Der Trainer tappelte zur Turnierleitung und bat um Erklärung und die erhielt er: „der Torwart hat den Ball hinter dem Tor geholt“ – daher Tor aberkannt!“ Der Adler-Trainer versuchte mit allen Mitteln den Verantwortlichen von einem Loch im Netz zu überzeugen, aber wie auch in anderen Märchen stellte man schnell fest, dass im Kreis Offenbach 😉 ein Urfrankfurter nicht ganz so wahr genommen werden sollte 😉
Während das Spiel einfach weiter fortgesetzt wurde, stand ein mutiger „Ersatz-Schiedsrichter“ auf und sprach: „Der Ball war klar im Tor – Ich schaue mir das Netz an“ – er ging seines Weges und nach kurzer Zeit kam er zurück und bestätigte das ein Loch im Netz sei! Dennoch ließ die stark auftretende Turnierleitung das Tor nicht zählen.
Noch nie zuvor haben die Germanen eine solche Erfahrung sammeln dürfen. Aber dennoch wollte man sich nicht aufgeben. Im Spiel um Platz 3 stellten sich die furchtlosen Adler erneut auf, um vor den Augen der Turnierleitung und dem „verhexten“ Tor erneut zu spielen! Diesmal wurde auf das andere Tor geschossen, erfolgreich – denn alle 3 Tore zappelten im Netz und landeten nicht dahinter. Das Spiel um Platz 3 gewannen die tapferen Adler und stellten sich mit 3 Siegen und nur einer „verhexten“ Niederlage vor die Turnierleitung, um den Pokal für den dritten Platz entgegen zu nehmen!
Das verhexte Tor zeigte sich nochmals bei einem Siebenmeterschießen, als 2 Schüsse im Tor landeten, aber der Ball hinter dem Tor lag 🙂 – Danach hörte man nie wieder etwas darüber – weder von der Turnierleitung, noch vom mysteriösen Tor.
Der Fußballgott schenkte zu Recht den mitfiebernder Freunden aus Karben den Turniersieg und alle fuhren beseelt zurück ins schöne Frankfurt. Und wenn das Netz nicht geflickt worden ist, dann….
Eingesetzt wurden (in alphabetischer Reihenfolge, Tore in Klammern): David (1), Diego, Janni (TW), Lasse (3), Lukas (3) , Maxime, Nikolai (1), Paulo (3), Sandro – Trainer: Mauro





