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E3: Nicht unser Spiel

Am zweiten Spieltag in der Gruppe 7 der Meisterrunde gab es tabellarisch direkt ein „Spitzenspiel“: Unsere E3 Adler waren als Tabellenzweiter zu Gast beim Tabellenersten (wohlgemerkt, es gab bekanntermaßen erst ein Spieltag, siehe hier) – bei der Spvgg. 02 Griesheim.

Kaltschnäuzig

Etwas früher als geplant wurde angepfiffen und die erste Chance hatten die Gastgeber, die von unserem aufmerksamen Torwart, der heute ein gutes Spiel auf der Linie machen sollte, vereitelt wurde. Auf einem sehr rutschigen, seifigen Untergrund hatten alle Jungs auf dem Feld vor allem anfänglich merklich ihre Schwierigkeiten – wenngleich sich die Adler im gesamten Spiel doch irgendwie mehr (weil ungewohnter?) davon beeinflussen lassen sollten: Unser sonst so starkes Passspiel durch alle Mannschaftsteile kam heute selten bis gar nicht zur Geltung. Hinten stand unsere Defensive im ersten Abschnitt sicher, auch wenn die mit sichtbaren Größenvorteilen ausgestatteten Griesheimer Jungs sie ein ums andere Mal durch Körpereinsatz und Schnelligkeit vor Herausforderungen stellten. Unsere Offensive hatte Schwierigkeiten das Spiel an sich zu ziehen, zeigte sich in den wenigen Situationen, die sie sich erarbeiten konnte, dann allerdings kaltschnäuzig. So konnte eine vermeintlich sichere 3:0 Führung zur Pause herausgespielt werden. Bei relativ kühlen Temperaturen, die Sonne kam auch heute nicht gegen den Nebel an, sollte es auch im zweiten Abschnitt eine rutschige Angelegenheit bleiben.

Spiel aus der Hand gegeben

Es hatten sich einige Zuschauer eingefunden zu diesem vermeintlichen Spitzenspiel und die meisten von Ihnen hielten es mit der Heimmannschaft und pushten diese nun zum Teil lautstark nach vorne. Das Spiel wurde zerfahrener, emotionaler – gefühlt zu viel von außen getrieben – und auf die junge Schiedsrichterin wurde wie bereits in der ersten Hälfte viel eingeredet: Eine undankbare Aufgabe für sie heute, die einen leicht überfordern konnte, zumal auch auf dem Platz nun etwas unnötige Unruhe aufkam – unser Trainer versuchte nun verstärkt, zum Teil vergeblich, von außen Ruhe reinzubringen. Aus unserer Sicht, war dies kein schönes Spiel, wenngleich die Gastgeber die 2. Hälfte bestimmen sollten. Unsere E3 Adler gaben das Spiel aus der Hand, die Passquote, auch teilweise einfachste Bälle, blieb weit unter Durchschnitt. Während es vor der Pause noch gut gelang die gegnerische Taktik – mit langen Bällen auf den körperlich robusten Zielspieler – zu entzaubern, fielen nun nach genau solch einem Muster die ersten beiden Gegentore. Bevor es eine interessante Siebenmeter-Entscheidung gegen uns gab, hatten wir bei einigen der wenigen Kontern die Gelegenheit den Vorsprung wieder auszubauen: Leider vertan – richtig, das Passspiel. So konnten die Griesheimer vom Punkt ausgleichen und kurz vor Schluss durch eine weitere gefährliche Ecke gegen unsere sich nun etwas hängen lassenden Jungs sogar in Führung gehen. Es blieb beim 3:4 und damit der ersten Niederlage in dieser Runde.

Unter dem Strich: Das war heute ganz klar nicht unser Spiel und dennoch sehr wichtig für die weitere Entwicklung unserer E3 Adler. Nach Niederlagen, wie auch immer sie zustande gekommen sind, darf man sich ärgern und auch mal traurig sein. Gleichzeitig wollen wir fair und respektvoll bleiben (wozu auch das Abklatschen nach jedem Ergebnis gehört!) sowie aufstehen und daraus lernen, so dass wir es nächstes Mal besser machen: Man kann nicht alles beeinflussen aber die eigene Leistung haben wir selbst in der Hand. Mit diesen Botschaften des Trainers gab es einen finalen, lautstarken Kreis, mit dem die Spvgg 02 Griesheim noch einmal hören sollte, dass wir uns auf das Rückspiel freuen – nächsten Samstag geht es erst einmal im „Derby“ gegen den SV 1894 Sachsenhausen: Und das war dann auch der Startschuss für das im Anschluss stattfindende Teamevent.

Teamevent

Für unser Teamevent ging es gemeinsam in die Bowlinghalle – und während Trainer und Betreuer erst noch fürchteten, man müsste sich gemeinsam nun den Ärger von der Seele bowlen, hatten die Jungs diesen zu dem Zeitpunkt längst abgehakt und ganz offensichtlich großen Spaß gemeinsam: Das war auch das oberste Ziel – gemeinsam auch mal abseits des eigenen Fußballspielens eine schöne, teambildende Zeit zu verbringen. Toll, dass auch unsere Nummer 9, wie schon beim Spiel, dabei sein konnte, während einige andere leider heute nicht dabei sein konnten. Es wird jedenfalls nicht das letzte Mal gewesen sein, dass es ein Teamevent gegeben hat: Wir bleiben ein Team und der Tag heute schweißt uns noch enger zusammen, so dass wir für die kommenden Aufgaben noch besser gewappnet sind.

Eingesetzt wurden (in alphabetischer Reihenfolge, Tore in Klammern): David, Diego, Janni (TW), Josias, Lasse (1), Levi, Maxime, Nikolai (1), Ruben, Sandro (1) – Trainer: Mauro