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E3: Ohne Gegentor Turnierdritter

Als kürzlich erst in Wiesbaden gekürter Turniersieger (siehe hier) wollten die E3 Adler auch am heutigen Samstag, 20.05.2023, beim von der TS Ober-Roden organisierten Turnier zeigen, was sie drauf haben.

Wie schon an Himmelfahrt bestimmte auch diesmal die jeweilige Endplatzierung in den 2 x 6er Gruppen die Paarungen der nachfolgenden Final- bzw. Platzierungsspiele (die jeweils Erstplatzierten spielten demnach um den Turniersieg, die jeweils Zweitplatzierten spielten um Platz 3 usw.).

Glücklicher Start, starke Defensive

Die Spielzeit betrug im Vergleich zu letztem Donnerstag mit 10 Minuten 1/3 weniger und das sollte sich direkt im ersten Spiel gegen den 1. FC Langen als relativ große Herausforderung darstellen. Das Spiel lief zwar gefühlt fast ausschließlich auf das gegnerische Tor, aber der Treffer wollte nicht fallen – und er hätte schon früh fallen können oder müssen. Mit zunehmender Zeit wurden unsere Jungs daher etwas hektisch und überhastet, zumal man auch bei 1-2 Kontern aufpassen musste sich nicht selber ein Tor zu fangen. Mit der letzten Aktion, ein eigener Eckball, und fairerweise waren die 10 Minuten wenige Sekunden zuvor bereits abgelaufen, wurde dann doch noch das vielumjubelte Siegestor erzielt. Offensichtlich wurde bei diesem Turnier, anders als (für uns) gewohnt, mit Nachspielzeit gespielt, wobei das sehr unterschiedlich ausgelegt wurde – siehe auch weiter unten…

Der Start verlief also zugegebenermaßen am Ende etwas glücklich und er verhalf den E3 Adlern dabei den sogenannten Knoten platzen zu lassen. Im zweiten Gruppenspiel gegen die SKG Roßdorf führten die ansehnlichen Angriffe diesmal auch zu deutlich früheren und mehr Toren – am Ende stand ein 5:0. Gegen den nächsten Gegner, Germania Schwanheim, hatten wir bereits in Wiesbaden gespielt und auch diesmal sollte es ein enges Aufeinandertreffen werden. Die leichten Feldvorteile unserer Jungs konnten allerdings nicht in Tore umgemünzt werden – hier wird der Trainer weiter ansetzen: Mehr Konsequenz, Mut und Tor(gefahr)abschluss in der Offensive. Und da unsere Defensive ein ganz starkes Turnier spielte und wir auch in diesem Spiel ohne Gegentor blieben, ging es am Ende 0:0 Unentschieden aus.

Kleinen „Skandal“ am Ende ausgeblendet

Der Tabellenzwischenstand führte dazu, dass das nächste Spiel gegen (das NLZ) Viktoria Aschaffenburg ein entscheidendes für den Gruppensieg und damit das Turnierfinale werden könnte. Es entwickelte sich ein umkämpftes Spiel mit leichten spielerischen Vorteilen der Gegner, aber wir hatten (als Teil der starken Defensive) heute einen bock-starken Torwart auf dem Feld, der wirklich erstklassige Chancen vereiteln konnte. Unsere eigenen Vorstöße krankten heute leider ein wenig an KMT: Konsequenz, Mut und Tor(gefahr)abschluss. Auch dieses Spiel ging daher torlos aus, was dazu führte, dass – jeweils einen Sieg im jeweils letzten Gruppenspiel vorausgesetzt – es am Ende um das Torverhältnis gehen würde bei der Entscheidung, wer ins Finale einzieht und wer um den dritten Platz spielt.

Der Turnierplan sah vor, dass wir vorlegen würden – und das taten wir: Ein durchaus überzeugender 5:0 Sieg gegen den Gastgeber inkl. Po-Tor nach Ecke ;-), die übrigens immer gefährlicher werden bei uns – und ja, auch hier wären mehr Tore möglich gewesen. Das bedeutete für Viktoria Aschaffenburg eine Hypothek von 6 Toren für den Tabellengleichstand oder mehr für das Finale. Deren Jungs spielten ihr spielerisches Übergewicht diesmal gekonnt aus, doch die Zeit (siehe auch oben) lief und tatsächlich konnte das 6:0 erst kurz vor Ablauf der 10 Minuten Spielzeit erzielt werden. Zu diesem Zeitpunkt wäre ausgelost worden, wer ins Finale kommt. Unerklärlicherweise wurde bei dem Spiel allerdings um mehr als zweieinhalb Minuten nachgespielt (mehr als 25% der originären Spielzeit) und es kam, wie es kommen musste: Endstand 7:0.

Diesen kleinen „Skandal“ konnten sich auch Dritte/Unbeteiligte nicht erklären, die sich im Anschluss auch einige Diskussionen mit der Turnierleitung lieferten – jedenfalls gab es von verschiedenen Seiten aufmunternde Worte für uns. Es können Fehler passieren, aber dieser schien schon ein wenig grotesk – gleichzeitig wollen wir an dieser Stelle nicht verhehlen, dass wir im ersten Spiel etwas Glück hatten und auch die anderen Spiele hätten höher bzw. überhaupt gewinnen können (es kommt nie immer nur auf eine Situation an)…

Wie man der oben stehenden Abschlusstabelle ablesen konnte, waren wir also nur 1 Tor „schlechter“ und spielten folgerichtig um Platz 3 – Gegner war die SG Arheilgen. Unsere Jungs haben das unglückliche Zustandekommen ausgeblendet und wollten das Turnier mit einem Erfolgserlebnis abschließen. Das gelang ihnen durch einen dominierenden Auftritt, auch wenn am Ende lediglich 1 Tor geschossen wurde.

Unter dem Strich: Die E3 Adler wurden ohne Gegentor (tatsächlich „nur“) Turnierdritter – vor allem die Leistung der Defensive inkl. Torwart ist dabei herauszustellen, die Offensive hat sich zum Teil das Pulver für das nächste Turnier aufgehoben 😉 – und marschieren weiter stark voran. Heute ist uns vielleicht etwas Ungerechtigkeit widerfahren, andererseits machen Menschen nunmal Fehler und viel wichtiger ist die Reaktion, die man dann zeigt – und die war beispielhaft: Die Jungs können stolz auf sich sein und das war heute eine weitere wichtige (Lebens)Erfahrung! Und wer weiß, vielleicht hat das kommende Turnier-Highlight – internationales U10 Turnier an Pfingsten bei Düsseldorf (siehe hier) – als Ausgleich dann etwas besonderes schönes für uns in petto…

Vorher geht es morgen noch weiter im Meisterrundenspiel bei SV Blau-Gelb. Wir müssen zwar auf Schützenhilfe hoffen, aber die Meisterschaft ist noch möglich und dafür wollen wir morgen unsere „Hausaufgaben“ erledigen.

Eingesetzt wurden (in alphabetischer Reihenfolge, Tore in Klammern): David (2), Janni (TW), Josias, Lasse, Levi, Lukas (1), Maxime, Nikolai (5), Paulo, Sandro (4) – Trainer: Mauro